1. Ein langjähriges VerbaVoice-Gesicht. Mit wem haben wir es heute zu tun?

Mit Roxanne. 😊 Ich bin 29 Jahre alt, wohne in Karlsruhe und bin verheiratet. Ich interessiere mich sehr für Sprachen, Sport, soziale Kontakte, Musik und Hörbücher.

2. Du bist Schriftdolmetscherin bei VerbaVoice. Was sind Deine Aufgaben? Wie gestaltet sich die Arbeit aus der Ferne?

Ich bin überwiegend im Bildungsbereich tätig und wandle für unsere Schüler, Studenten und Azubis all das in Schriftsprache um, was gesagt wird. Konkret sieht das so aus: Ich sitze zu Hause in meinem Arbeitszimmer und bin mit unserem Kunden auf der VerbaVoice-Plattform eingeloggt. Dort bekomme ich das, was gesprochen wird, auf mein Headset und spreche es in mein Mikrofon nach, sodass meine Spracherkennungssoftware das Ganze in Text umwandelt. Diesen Text kann unser Kunde dann in Echtzeit mitlesen und somit am Unterricht teilhaben.


Roxy / Roxanne

3. Mit Herz und Seele bei der Arbeit – so soll es sein und bleiben! Was gefällt Dir an Deiner Arbeit am besten?

An meiner Arbeit gefällt mir am allerbesten, dass ich anderen behinderten Menschen mit meiner Arbeit helfen kann. Da ich selbst eine Behinderung habe, weiß ich, wie wichtig es ist, dass man die Unterstützung bekommt, die man braucht, um in der Schule und später dann in der Ausbildung oder im Studium die gleichen Chancen zu haben wie die Anderen. Außerdem finde ich es klasse, dass mein Job so abwechslungsreich ist und ich jede Woche in neue Themengebiete eintauchen darf und somit oft auch vor Herausforderungen stehe, die es zu meistern gilt. 😊

4. Inklusion wird bei VerbaVoice groß geschrieben. Wie gestaltet sich die Kommunikation als sehbehinderte Schriftdolmetscherin mit den Kollegen?

Da gibt es für mich keinerlei Probleme, da man auf der VerbaVoice-Plattform die Schriftgröße größer machen kann und zwar sowohl im Livetextfenster, in dem mein Text für den Kunden erscheint, als auch im Chatfenster. Außerdem gibt es Chattöne, die man anschalten kann, die mich darauf hinweisen, wenn jemand etwas geschrieben hat. Die Schriftfarbe kann man im Chat ebenfalls verändern, was ab und an dazu führte, dass ich meine Kollegen gebeten habe, dass sie doch bitte ihre Schriftfarbe etwas dunkler machen - gelb oder hellblau auf weiß kann ich leider einfach nicht gut lesen - aber das haben sie immer gerne gemacht und mittlerweile wissen es die meisten Kollegen und stellen für mich schon automatisch ihre Schriftfarben um, was ich sehr nett finde. 👍

5. Zum Abschluss gehört das Wort Dir – was möchtest Du den Lesern mitgeben?

Oftmals ist mehr möglich als man selbst und die Anderen vielleicht denken. Auch als Mensch mit Behinderung. Wenn man etwas wagt und ausprobiert wird man feststellen, dass es oft alternative Mittel und Wege gibt, seine Träume zu verwirklichen und seine Ziele zu erreichen. Dazu gehören eine Portion Mut und manchmal auch Menschen, denen man begegnet und die einen inspirieren oder vielleicht sogar als Vorbild dienen.