„Grundsätzlich müssen Menschen mit einer Hörschädigung eine große Konzentrationsleistung aufbringen, um gesprochene Sprache zu verstehen. Wenn ich einen Schriftdolmetscher habe, dann kann ich mich besser auf Inhalte konzentrieren und muss mich nicht schon auf das Zuhören so konzentrieren. Wenn ich einen Mitschreibdienst, zum Beispiel einen Kommilitonen hab, dann ist das ja quasi schon wie ein Filter. Der schreibt ja nur Sachen mit, die er auch selber als wichtig erachtet. So bekommt der Hörgeschädigte dann Informationen aus zweiter Hand. Wohingegen man bei einem Live-Onlineschreibdienst jedes Wort geliefert bekommt und selber entscheiden kann, welche Informationen wichtig sind.“

Dr. Katja Sachsenhauser, Akademische Oberrätin am Lehrstuhl für Gehörlosen- und Schwerhörigenpädagogik der LMU München

Dr. Katja Sachsenhauser